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29.02.2007

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 Produktbereich
 Windows
 Thema
 Tuning
 Kategorie
 Spotlight
 Hersteller
 Microsoft
 ID
 30-50-Spot-30-0006

XP Startup-Beschleunigung durch Speicherupgrade
Vom    28.02.2008

Kaum ein Thema beschäftigt die Nutzer von Windows–PC's mehr als die Leistung. Und hierbei insbesondere die Zeit, die für den Startvorgang benötigt wird. Hier ein Beispiel, wie gerade dieses Thema schnell und ohne Risiko behandelt werden kann. Jeder Eingriff in die softwareseitige Konfiguration kann das System destabilisieren, deshalb stellen wir hier einen zwar offensichtlichen, jedoch häufig vergessenen Ansatz vor: Speicherupgrade.

Das Verhalten des Systems beim Startup kann mit einem Microsoft-Tool namens Bootvis.exe vollständig und detailliert aufgenommen und grafisch dargestellt werden. Dieses Werzeug steht Systemherstellern und Softwareentwicklern kostenlos zur Verfügung.

Die PC-Industrie hält eine Laufzeit für einen Kaltstart von bis 30 Sekunden für angemessen und diese Zeit sollte unter normalen Umständen auch nicht überschritten werden. Ein mehrere Jahre genutztes System mit vielen Softwareinstallationen und vielen durchgeführten Updates kann jedoch in Sachen Performance extrem entgleisen.

Hier ein Beispiel für die grafische Darstellung eines Boot-Vorgangs bei einem Windows-XP-System, das mehrere Jahre intensiv genutzt wurde:

Die Laufzeit des Startvorgangs wird mit fast 3 Minuten gemessen. Es fällt auf, dass die Auslastung der CPU stark schwankt, die der Systemplatte jedoch fast durchgehend 100% beträgt. Ist also die Festplatte der Engpass? Zumindest war sie vor dem Test komplett defragmentiert worden. Die Disk ist ganz offensichtlich der Bremser, jedoch ist ein Upgrade der Festplatte teuer, aufwändig und nicht ganz einfach. Es kann sein, dass zusätzlich zur Disk auch ein neuer, externer und aktuellerer Controller installiert werden muss. Das macht den Upgrade diffizil und er kann zusätzlich in unerwartete Probleme laufen. Beispielsweise kann es je nach Mainboard / BIOS Probleme beim Booten über einen externen HD-Controller geben.

Beim Startvorgang werden Kernkomponenten von XP ausgeführt, Treiber geladen und residente Applikation gestartet. Viele dieser Vorgänge laufen parallel ab und benötigen Zugriff auf die Systemplatte. Deshalb liegt die Idee nahe, dass zusätzlicher Hauptspeicher helfen kann, da dann viele Daten und Softwarekomponenten im Speicher gehalten werden können. Wir haben es getestet und in dem System ein 1 GB – Module zusätzlich installiert. Davor waren lediglich 256 KB verfügbar.

Danach sah der Startvorgang folgendermassen aus:

Zeitgewinn:         35 Sekunden
Kosten:               20 €
Zeitaufwand:       5 Minuten
Risiko:                niedrig

Ein Speicherupgrade belebt das System auch in der normalen Nutzung. Die Applikationen reagieren einfach schneller. Zusätzlich muss natürlich erwähnt werden, dass mit dem Abschluss des Bootvorgangs, wie er von Bootvis protokolliert wird, das System bei schlechter Gesamtperformance noch lange nicht nutzbar sein muss. Wer kennt nicht die Situation, dass der Desktop komplett initialisiert ist, aber das System nicht auf Mausklicks reagiert oder die Sanduhr sehr lange anzeigt.

Hier haben wir bei unserem Testsystem ebenfalls eine massive Verbesserung erreicht. Im Gegensatz zu anderen HW-Komponenten kann man Speichermodule für PC's, die fünf Jahre und älter sind, sehr gut nachkaufen, obwohl auch hier die Hersteller fast monatlich neue und schnellere Typen auf den Markt bringen.

Auch ohne Bootvis.exe lässt sich die Entscheidung, ob man den Speicher aufrüstet, leicht treffen. Leuchtet die Festplatten-LED am PC-Gehäuse während des Startvorgangs über mehrere Minuten durchgehend, dann sollte man einen Speicher-Upgrade in Betracht ziehen.