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29.02.2007

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 Produktbereich
 Windows
 Thema
 Tuning
 Kategorie
 Short Guide
 Hersteller
 Microsoft
 ID
 30-50-Short-30-0004

XP Systemoptimierung per NTBTLOG
Vom    12.02.2008

Um ein Windows XP - System leistungsfähig und ausserdem aktuell zu halten, sollte alle paar Monate der sogenannte Bootlog überprüft werden. Darin wird protokolliert, welche Treiber beim Startup geladen werden, oder beim Ladevorgang Fehler verursachen. Insbesondere die nicht geladenen Treiber sollte man einzeln überprüfen. Die Gründe hierfür sind:

  1. Wird ein Treiber nicht geladen, dann kann ein installiertes Gerät inaktiv sein.
  2. Wird ein Treiber nicht gefunden, dann wird für das Suchen des Treibers unnötig Zeit während des Startups verbaucht.
    Beide Ursachen sind Hinweise auf ein nicht mehr aktuelles und fehlerbehaftetes System.

Der Bootlog - Dateiname NTBTLOG.TXT - wird nur erstellt, wenn die Startprotokollierung durch den Nutzer aktiviert wird. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Editieren sie den Starteintrag in der Datei BOOT.INI, z.B. über die Systemeigenschaften.
  2. Drücken sie die Taste F8 während des Startvorgangs, sobald der schwarze Windows - Startbildschirm erscheint. Wählen sie hier die Option ‚Startprotokollierung aktivieren‘. Es erscheint dann wieder der Windows - Startbildschirm und man muss die zu startende Windows - Installation bestätigen, oder auswählen, falls mehrere Startpartitionen existieren.

Die Log-Datei NTBTLOG.TXT wird in das Windows-Verzeichnis geschrieben. Wurde bereits früher ein Bootlog erstellt, dann wird der jetzt protokollierte Startvorgang an das Ende der bereits existierenden Datei angehängt. Geöffnet wird NTBTLOG.TXT mit dem Editor.

Alle Einträge mit dem Text ‚Treiber geladen‘ können ignoriert werden, die Einträge mit dem Text ‚Der Treiber wurde nicht geladen‘ sollten weiter untersucht werden. Jedem Text ist der Dateiname angehängt, in der Notation ‚\Systemroot\...\driver.sys‘ für die fehlerhaften Ladevorgänge. Systemroot steht für das Windows-Systemverzeichnis, üblicherweise ist das C:\Windows. Die 32-Bit-Treiber sind üblicherweise im Unterverzeichnis System32\DRIVERS zu finden, der genaue Speicherort wird jeweils in der Datei NTBTLOG.TXT spezifiziert.

Für jeden nicht geladenen Treiber sollten die folgenden Überprüfungen vorgenommen werden:

bulletExistiert der Treiber im angegebenen Verzeichnis? Falls nicht, dann sollte das Laden des Treibers durch Änderung der Systemkonfiguration verhindert werden. Das nicht erfolgreiche Laden kostet nur unnötig Zeit während des Ladevorgangs. Am empfehlenswertesten ist es, diese Änderung mit dem Programm autoruns vorzunehmen. Das ist ein sogenanntes Advanced System Utility und kann kostenlos von Microsoft geladen werden.

Download Link    www.sysinternals.com

 
bulletIst der Treiber vorhanden, dann sollte man versuchen, eine Zuordnung zum Gerät herzustellen, das diesen Treiber benötigt. Allein über den Dateinamen ist dies häufig nicht möglich, deshalb sollte man über das Eigenschaftschaftsfenster der Datei die Detailinformationen abrufen. Anschliessend prüft man über den Geräte-Manager, ob die vermutete Komponente aktiv oder im Fehlerstatus ist. Im Fehlerfall besorgt man sich die neueste Version des Treibers und installiert diesen. Ist das nicht erfolgreich, dann sollte man das Gerät komplett deinstallieren.

Die vielen Beiträge in Internet-Foren zeigen, dass zwei Treiber häufig Probleme anzeigen:

bulletndproxy.sys wird in zwei aufeinanderfolgenden Zeilen als ‚geladen‘ und dann ‚nicht geladen‘ gemeldet. Wir empfehlen, diesen Treiber dennoch nicht zu deaktivieren, da er offensichtlich Teil des NDIS-Pakets von Microsoft ist.
bulletprocessr.sys ist der Standard-Treiber für den Prozessor. Anscheinend lädt dieser Treiber nicht auf AMD-Systemen, wenn der Treiber AMDK7.SYS zur Unterstützung des Prozessors geladen wird. Auch hier empfehlen wir, keine Änderung an der Systemkonfiguration vorzunehmen.