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Produktbereich
Windows
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Thema
Tuning
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Kategorie
Short Guide
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Hersteller
Microsoft
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ID
30-50-Short-30-0004
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XP Systemoptimierung per NTBTLOG
Vom 12.02.2008
Um ein Windows XP - System leistungsfähig und
ausserdem aktuell zu halten, sollte alle paar Monate der sogenannte Bootlog
überprüft werden. Darin wird protokolliert, welche Treiber beim Startup geladen
werden, oder beim Ladevorgang Fehler verursachen. Insbesondere die nicht
geladenen Treiber sollte man einzeln überprüfen. Die Gründe hierfür sind:
- Wird ein Treiber nicht geladen, dann
kann ein installiertes Gerät inaktiv sein.
- Wird ein Treiber nicht gefunden, dann
wird für das Suchen des Treibers unnötig Zeit während des Startups verbaucht.
Beide Ursachen sind Hinweise auf ein nicht mehr aktuelles und fehlerbehaftetes
System.
Der Bootlog - Dateiname NTBTLOG.TXT - wird
nur erstellt, wenn die Startprotokollierung durch den Nutzer aktiviert wird.
Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:
- Editieren sie den Starteintrag in der
Datei BOOT.INI, z.B. über die Systemeigenschaften.
- Drücken sie die Taste F8 während des
Startvorgangs, sobald der schwarze Windows - Startbildschirm erscheint. Wählen
sie hier die Option ‚Startprotokollierung aktivieren‘. Es erscheint dann
wieder der Windows - Startbildschirm und man muss die zu startende Windows -
Installation bestätigen, oder auswählen, falls mehrere Startpartitionen
existieren.
Die Log-Datei NTBTLOG.TXT wird in das
Windows-Verzeichnis geschrieben. Wurde bereits früher ein Bootlog erstellt, dann
wird der jetzt protokollierte Startvorgang an das Ende der bereits existierenden
Datei angehängt. Geöffnet wird NTBTLOG.TXT mit dem Editor.
Alle Einträge mit dem Text ‚Treiber geladen‘
können ignoriert werden, die Einträge mit dem Text ‚Der Treiber wurde nicht
geladen‘ sollten weiter untersucht werden. Jedem Text ist der Dateiname
angehängt, in der Notation ‚\Systemroot\...\driver.sys‘ für die fehlerhaften
Ladevorgänge. Systemroot steht für das Windows-Systemverzeichnis, üblicherweise
ist das C:\Windows. Die 32-Bit-Treiber sind üblicherweise im Unterverzeichnis
System32\DRIVERS zu finden, der genaue Speicherort wird jeweils in der Datei
NTBTLOG.TXT spezifiziert.
Für jeden nicht geladenen Treiber sollten die
folgenden Überprüfungen vorgenommen werden:
 | Existiert der Treiber im angegebenen
Verzeichnis? Falls nicht, dann sollte das Laden des Treibers durch Änderung
der Systemkonfiguration verhindert werden. Das nicht erfolgreiche Laden kostet
nur unnötig Zeit während des Ladevorgangs. Am empfehlenswertesten ist es,
diese Änderung mit dem Programm autoruns vorzunehmen. Das ist ein sogenanntes
Advanced System Utility und kann kostenlos von Microsoft geladen werden.
Download Link
www.sysinternals.com
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 | Ist der Treiber vorhanden, dann sollte
man versuchen, eine Zuordnung zum Gerät herzustellen, das diesen Treiber
benötigt. Allein über den Dateinamen ist dies häufig nicht möglich, deshalb
sollte man über das Eigenschaftschaftsfenster der Datei die
Detailinformationen abrufen. Anschliessend prüft man über den Geräte-Manager,
ob die vermutete Komponente aktiv oder im Fehlerstatus ist. Im Fehlerfall
besorgt man sich die neueste Version des Treibers und installiert diesen. Ist
das nicht erfolgreich, dann sollte man das Gerät komplett deinstallieren. |
Die vielen Beiträge in Internet-Foren zeigen,
dass zwei Treiber häufig Probleme anzeigen:
 | ndproxy.sys wird in zwei
aufeinanderfolgenden Zeilen als ‚geladen‘ und dann ‚nicht geladen‘ gemeldet.
Wir empfehlen, diesen Treiber dennoch nicht zu deaktivieren, da er
offensichtlich Teil des NDIS-Pakets von Microsoft ist. |
 | processr.sys ist der
Standard-Treiber für den Prozessor. Anscheinend lädt dieser Treiber nicht auf
AMD-Systemen, wenn der Treiber AMDK7.SYS zur Unterstützung des Prozessors
geladen wird. Auch hier empfehlen wir, keine Änderung an der
Systemkonfiguration vorzunehmen. |
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