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29.02.2007

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 Produktbereich
 Windows
 Thema
 Tuning
 Kategorie
 Short Guide
 Hersteller
 Microsoft
 ID
 30-50-Short-30-0003

XP Systemoptimierung per MSCONFIG
Vom    11.02.2008

PC‘s mit Windows XP, die bereits seit längerer Zeit aktiv sind, werden erfahrungsgemäss immer langsamer. Und das sowohl im Startup, als auch in der Ausführung von Programmen. Normalerweise ändert sich die Hardware-Konfiguration über längerere Zeit nicht, jedoch erweitert sich die Software-Konfiguration permanent, z.B. durch:

bulletWindows Updates
bulletUpdates der installierten Antiviren- und Schutzprogramme
bulletNeue Browser-Plugins, oder Updates von bereits installierten Browser-Plugins
bulletNeue Software, die man zum Test installiert, oder als Ersatz zu bereits installierten Programmen

Es kann durchaus geschehen, dass ein XP-System, das zwei oder mehr Jahre intensiv genutzt wird, für den Startup bis zu 30 Minuten benötigt.

Erfahrungsgemäss liefern die Standardmethoden zum PC-Tuning hier keine richtige Abhilfe. Natürlich kann man Applikationen testhalber wieder deinstallieren, aber das ist zeitaufwendig und nur sinnvoll, wenn man das Programm wirklich nicht mehr benötigt.

Antivirenprogramme sind als Performance-Killer geradezu berüchtigt. Wenn man sein installiertes Schutzprogramm im Verdacht hat, den PC zu blockieren, dann kann man die Software natürlich deinstallieren und eine Alternative installieren. Inwieweit sich die Systemleistung dadurch verbessert, erfährt man jedoch erst nach Abschluss dieses zeitintensiven Verfahrens.

Mit zwei XP-Systemprogrammen lassen sich Verbesserungen der Systemperformance testen, bevor man sie im Endeffekt umsetzt:

bulletmsconfig
bullettaskmgr

Beide Programme lassen sich über das Start-Menü aufrufen:

Start -> Ausführen -> Öffnen: msconfig

oder

Start -> Ausführen -> Öffnen: taskmgr

Für den Task Manager gibt es zusätzlich die Möglichkeit, das Programm per Tastenkombination Ctrl+Alt+Del zu starten. Diese Option ist z.B. hilfreich, wenn das System extrem ausgelastet ist und nicht mehr auf Mausklicks reagiert. Ausserdem lässt sich der Task Manager mit dieser Tastenkombination bereits zu einem Zeitpunkt starten, zu dem der Desktop noch nicht reagiert oder noch nicht vollständig aufgebaut ist. Klicken sie auf die Karteikarte ‚Prozesse‘ und beobachten sie während des Startvorgangs die CPU-Auslastung pro Prozess. Eventuell fällt ein oder fallen mehrere Prozesse mit hoher und langandauernder CPU-Auslastung während des Startvorgangs auf. Hier lässt sich beispielsweise ansetzen, wenn man mittels msconfig schnellere Konfigurationen testen möchte.

Dazu sucht man den identifizierten Prozessnamen in msconfig in der Liste innerhalb der Karteikarte Systemstart. Deaktiviert man die Checkbox eines Prozesses, dann wird dieser während des nächsten Systemstarts nicht geladen. Schliesst man eine Konfigurationsänderung ab, dann fordert msconfig mit einem Dialogfenster zum Neustart auf.

Nach dem Neustart meldet sich msconfig zurück und bietet dem Nutzer an, die Änderungen zurückzunehmen.

Zum Abschluss ein paar Hinweise:

  1. msconfig lässt sich nur ausführen, wenn man als Computeradministrator angemeldet ist.
  2. Prozessnamen sind oft sehr kurz und kryptisch. Wenn man unsicher ist, zu welcher Anwendung ein Prozess gehört, dann den Prozessnamen einfach per Internet-Suchmaschine recherchieren. Es gibt mehrere gute Internet-Datenbanken, die den Zusammenhang Prozess -> Applikation abbilden.
  3. Sobald man Prozesse deaktiviert, die zum Antivirenprogramm oder zu anderen Schutzprogrammen gehören, dann sollte man die Verbindung zum Internet vor dem Neustart kappen, aus Sicherheitsgründen.
  4. Mit msconfig kann man natürlich das System destabilisieren, wenn man z.B. essentielle Prozesse deaktiviert. Deahalb sollte man nie zu viele Änderungen auf einmal vornehmen und nur gezielte Deaktivierungen vornehmen, z.B. von residenten Zusatzapplikationen oder von Programmen, die für externe Geräte installiert wurden, z.B. für die Digitalkamera.