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29.02.2007

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 Hersteller
 Cooler Master
 ID
 60-90-Presentation-70-0004

Produktvorstellung und Evaluierung Promise SATA-300 TX2plus
Vom    17.04.2008

Regelmässige Nutzer dieser Seiten wissen, dass wir nicht unbedingt die Linie vertreten, im halbjahresrhythmus die komplette PC-Hardware zu wechseln. Natürlich gibt es fast jeden Monat schnellere Prozessoren und bessere Grafikkarten, aber die grossen Innovationen und Entwicklungsmeilensteine werden eher nur alle 3-5 Jahre herausgebracht. Ausserdem entstehen immer mehr Nutzungsszenarien für PC-Plattformen, z.B. Home Server und Media Player, die nicht unbedingt die schnellstmögliche Hardware benötigen. Weshalb also nicht einen PC einer anderen Nutzung zuführen und sich ein neues Gerät für den Schreibtisch anschaffen?

Es gibt unabhängig davon viele Situationen, in denen die Aufrüstung eines PC's sinnvoller und kostensparender ist, als die Neuanschaffung.

Wir stellen heute vor, wie einfach und geichzeitg nutzbringend es sein kann, einen älteren PC um einen SATA-Controller aufzurüsten.

ATA ( oder E-IDE ) – Festplatten sind noch gut erhältlich, die maximale Kapazität der im Handel erhältlichen Disks liegt bei 750 GB bei Preisen von 150 – 170 €. Das ist eine Menge Platz, aber sobald man den PC als Speicher für Filme oder hochauflösende Fotos benutzt, wird selbst dieser Speicher schnell eng.

SATA – Festplatten sind zur Zeit bis 1 TB erhältlich, bei Preisen ab 150 €.

Bei niedrigeren Kapazitäten sind die Preise für ATA - und SATA - Festplatten vergleichbar.

Die maximale Datenübertragungsrate für ATA ist 133 MB/s und für SATA 375 MB/s.

SATA ist ideal, um einem älteren PC zusätzliche Festplatten zu verpassen, da die Bauform der Kabel und Stecker viel kleiner ist. Die Selbstbauer werden wissen, wie mühsam es ist, die ATA / E-IDE – Flachbandkabel in einem PC – Gehäuse zu verstauen.

Was benötigt man? Wenn SATA nicht onboard ist, muss man einen SATA – Controller anschaffen. Diese gibt es als Steckkarten für PCI – Slots.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass externe Platten nur bedingt als alternative Lösung taugen, da hier die Datenübertragungraten durch die Schnittstelle – FireWire oder USB – limitiert werden. Bei älteren PC's sicher auf Werte von unter 100 MB/s für FireWire und maximal 60 MB/s für USB.

Natürlich stellt sich dann noch die Frage, ob nicht PCI ebenfalls eine Limitierung der maximalen Übertragungsrate ist. Für ATA / E_IDE gilt das nicht, da die maximale Rate für Standard – PCI - Slots bei 133 MB/s liegt. Für SATA ist dies somit eine Begrenzung, da die maximale Datenrate nicht erreicht werden kann.

Unser kleiner Test wird jedoch zeigen, dass es dennoch auch von der Übertragungsrate her betrachtet Sinn macht, SATA nachzurüsten.

Folgenden SATA – Controller haben wir in einen 5 Jahre alten PC eingebaut:

Promise SATA-300 TX2pus

TX2 steht dabei für zwei SATA – Ports, also sind maximal zwei SATA – Drives anschliessbar. Zusätzlich verfügt dieser Kartentyp über eine ATA 133 – Schnittstelle. Damit könnte diese PCI – Karte auch als Ersatz für einen onboard ATA – Controller dienen, z.B. wenn dieser defekt ist oder zu sporadischen Fehlern führt.

Die Installation der Karte ist einfach:

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Strom ziehen

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PC-Gehäuse öffnen

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Promise – Karte in einen freien PCI – Slot stecken

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SATA – Platte im Gehäuse befestigen und mit dem Netzteil verkabeln

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SATA – Kabel auf Promise-Karte und HD stecken

P.S.: Alle Schnittstellenkabel werden im übrigen mitgeliefert.

Etwas diffiziler gestaltet sich die Treiberinstallation. Die benötigte Software wird auf einer CD natürlich mitgeliefert. Wir beschreiben hier die Installation unter Windows XP ( deutsche Version ):

1. Diskette vorbereiten

Installations-CD einlegen und Autostart abwarten, oder die Applikation Launch.exe von der CD manuell starten

Diskette einlegen

Button 'Install Windows Driver' klicken

weitere Programmfenster bestätigen und die Installationsdiskette wird erstellt

2. PC von der XP Installations-DVD starten

Im Startup erscheint am unteren Bildschirmrand die Aufforderung 'Zur Installation eines SCSI-/RAID-Treibers eines Drittanbieters F6 drücken ...' – F6 drücken, solange die Meldung im Display ist

Sobald nach diesem Vorgang der Setup-Screen erscheint, Taste 'Z' drücken

Sicherstellen, dass die Diskette eingelegt ist und entsprechend Bildschirmaufforderung bestätigen

3. Nach diesem Vorgang die weitere XP-Installation unbedingt abbrechen, es sollte nur der Promise-Treiber installiert weren

4. System neu starten und die benötigten Treiber XP - seitig installieren

5. Jetzt noch die restliche Software von der CD installieren – Button 'Install Promise Disk Controller Management Utility'

Promise unterstützt die Installation der Karte für Windows Server 2003, Windows XP, Windows 2000, RedHat Linux und Suse Linux.

Mittels HD Tune konnten wir nach der Installation sofort die Datenübertragungsraten aller installierten Festplatten testen. Hier die Ergebnisse

ATA – Primary 160GB Kap. maximal 57,6 MB/s

ATA – Secondary 80GB Kap. maximal 45,7 MB/s

SATA 250GB Kap. maximal 80,8 MB/s

Dieser Test ist sehr einfach angelegt, aber trotzdem aussagekräftig genug, um folgende Aussagen zutreffen:

1. Die Kosten für den Promise – Controller sind moderat ( ca. 55 € ), aber man erreicht damit eine tolle 'Modernisierung' des PC's. Man kann die aktuell verfügbare Festplatten- und – nicht zu vergessen – CD / DVD / BlueRay – Technik in einem älteren PC installieren.

2. Die angebotenen Schnittstellen stehen zusätzlich zum bisherigen Angebot ( onboard ) zur Verfügung.

3. Sofern das Mainboard / BIOS es unterstützt, kann man über die am Promise – Controller angeschlossenen Geräte sogar booten. Damit ist es prinzipiell möglich, den onboard Controller zu deaktivieren and alle angeschlossenen Devices zu entfernen.

4. Die Hardware-Installation ist vollkommen problemlos, die Software-Installation ist etwas umständlich, muss aber aus systemtechnischen Gründen so erfolgen. Die Installation in unserem Test war beim ersten Versuch erfolgreich, das mitgelieferte Handbuch ist vollkommen ausreichend.